Lade Veranstaltungen

« All Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

­čî╣ Khandro Kunga Bhuma Rinpoche ­čĆÁ´ŞĆ in Wien/Vienna hybrid – Tib/E/D/Esp

9. Mai @ 16:00 - 18:00

| Veranstaltungsserie (Alle anzeigen)

Eine Veranstaltung um 9:30 Uhr am 11. Mai 2024

­čî╣ Ihre Eminenz ­čĆÁ´ŞĆ Her Eminence, Rangjung Neljorma Khandro Namsel Dolma

KHANDRO TSERINGMA RINPOCHE / KHANDRO KUNGA BHUMA RINPOCHE

ANMELDESCHLUSS: 7.5.24 / Last day for registration: May 7 / Fecha l├şmite de inscripci├│n 7 de mayo┬á


8 VERSE DES GEISTESTRAININGS:

(Ein Herzens-Thema von KHANDROLA RINPOCHE und LAMA ZOPA RINPOCHE):

Dieser Text wurde durch Geshe Langri Tangpa (Langtangpa) in acht Versen verfasst. Diese Lehre kann bis zu den Kadam-Meistern zur├╝ckverfolgt werden. Geshe Potowa, der als Wiedergeburt von Majushri gilt, ├╝bermittelte sie an Geshe Sharawa und dann Geshe Langri Tangpa. Diese beiden werden Sonne und Mond der Kadam Sch├╝ler genannt.

Es war Geshe Chekawa, der nach dieser Lehre suchte, Autor des Textes ÔÇ×Geistestraining in sieben PunktenÔÇť. Als er einen Freund besuchte, sah er in einem kleinen Heftchen eine Zeile, die lautete: ÔÇ×Schenk den anderen deinen Verdienst und nimm die Last der anderen auf dich.ÔÇť Blitzartig erkannte er dessen Bedeutung f├╝r diese heruntergekommen Zeiten.

Der gro├če Meister Sharawa ÔÇ×Ob dich diese Lehre nun beeindruckt oder nicht, es ist der einzige Weg, Erleuchtung zu erlangen. Nagarjuna wird von allen Anh├Ąngern des Mahayanas als der Wegbereiter ihrer Tradition erkannt. Sie erkennen ihn alle an. Diese Lehre beruht auf seinem Vers ÔÇ×Nimm die Niederlage als deine an und ├╝berlasse den Sieg den anderenÔÇť am Ende des Textes ÔÇÜRatnavali (Kostbare Girlande)ÔÇÖ.ÔÇť

Die Schulung der Geisteshaltung der Acht Verse (tib. lojong, Geistestraining) wurde von Atisha gelobt indem er sagte, ┬á“Wenn wir Erleuchtung erlangen m├Âchten, m├╝ssen wir diese acht Punkte der Praxis kennen, da wir sonst verloren w├Ąren.” mehr

Deutscher Kommentar von Seiner Heiligkeit Dalai Lama 

English Commentary His Holiness Dalai Lama8 Verses Root Text


21 TARAS:

Die Vorteile der Tara-Praxis sind unz├Ąhlbar. Indem wir im Morgengrauen oder in der Abendd├Ąmmerung mit Hingabe die Lobpreisungen an die Einundzwanzig Taras rezitieren und uns zu jeder Tages- und Nachtzeit an Tara erinnern und ihr Mantra rezitieren, sind wir vor Angst und Gefahr gesch├╝tzt und alle unsere W├╝nsche werden erf├╝llt. Wenn wir zu Tara beten, wird Tara schnell Hilfe gew├Ąhren.

Sie beschert uns besonders schnell Erfolg bei der Erlangung des ultimativen Gl├╝cks der Erleuchtung, aber das Rezitieren des Tara-Mantras oder des Gebets ÔÇ×Lobpreisungen an die einundzwanzig TarasÔÇť bringt auch viele zeitliche Vorteile mit sich . Tara kann viele Probleme im Leben l├Âsen: Sie kann uns vom vorzeitigen Tod befreien, uns bei der Genesung von Krankheiten helfen und uns gesch├Ąftlichen Erfolg bescheren. Jemand mit einem ernsten Problem, beispielsweise einer lebensbedrohlichen Krankheit, der sich auf Tara verl├Ąsst, wird sehr h├Ąufig von diesem Problem befreit. Seine Heiligkeit der Dalai Lama ermutigte uns beispielsweise, Taras Mantra zu rezitieren, um uns und andere vor dem Coronavirus COVID-19 zu sch├╝tzen.

Der beste Weg, Tara n├Ąher zu kommen, was ihr am meisten gef├Ąllt, ist, wenn wir inbr├╝nstig versuchen, den Geist des Bodhichitta zu entwickeln. Je mehr wir Bodhichitta praktizieren und andere mehr wertsch├Ątzen als uns selbst, desto n├Ąher werden wir Tara sein und desto einfacher wird es f├╝r sie sein, uns schnell Hilfe anzubieten.

Das Lob an die einundzwanzig Taras beginnt mit ÔÇ×Ich verneige mich vor dem edlen transzendenten Befreier.ÔÇť Das bedeutet, dass Tara selbst vollst├Ąndig vom gesamten Samsara und der Ursache von Samsara befreit ist, indem sie sowohl die Methoden- als auch die Weisheitsseite der Praxis abgeschlossen hat. Nicht nur, dass sie durch die ├ťberwindung der beiden groben und subtilen Dunkelheiten auch von der Bindung an das niedere Nirvana befreit ist. Die Befreiung sowohl von Samsara als auch vom Frieden des unteren Nirvana bedeutet, dass sie v├Âllig erleuchtet ist. Und weil sie wiederum uns alle befreit und uns die Erlangung v├Âlliger Erleuchtung erm├Âglicht, wird sie Tara, die Befreierin, die Mutter, die befreit, genannt.

ENGLISH

Wir weisen darauf hin, dass Du zur Teilnahme an unseren Meditationen psychisch und k├Ârperlich stabil sein solltest und dass Meditation kein Ersatz f├╝r Psychotherapie darstellt. Solltest Du Zweifel an Deiner Teilnahme haben, k├Ânnen wir Dir ein psychologisches Gespr├Ąch mit einer ausgebildeten Psychotherapeutin vermitteln. Vielen Dank.

We would like to point out that you should be mentally and physically stable in order to participate in our meditations and that meditation is not a substitute for psychotherapy. If you have any doubts about your participation, we can arrange a psychological consultation with a trained psychotherapist. Thank you very much.

 


Die Biographie von

Ihre Eminenz ­čî╣­čĆÁ´ŞĆ┬áRangjung Neljorma Khandro Namsel Dolma

known as

Khandro Tseringma Rinpoche or Khandro Kunga Bhuma

ENGLISH VERSION

WEBSITE KHANDRO TSERINGMA RINPOCHE

Facebook  Youtube

Lama Zopa Rinpoche beschreibt Khandro-la wie folgt:
┬źSie ist eine Dakini, die kein gew├Âhnliches Wesen ist, die nicht wie du oder ich ist, deren Geist dar├╝ber hinausgegangen ist, weit dar├╝ber hinaus. Sie hat die direkte Wahrnehmung der Leerheit, sie hat die Wahrheit des Selbst und der Ph├Ąnomene direkt erkannt.

Wenn ihr ├╝ber Milarepa Bescheid wisst, dessen Guru Marpa ihn in einem kurzen Leben in degenerierter Zeit erleuchtet hat, ist sie die geheime Mutter von Milarepas Guru Marpa. (Die geheime Mutter wird so genannt, weil eine Gef├Ąhrtin noch praktiziert, w├Ąhrend die geheime Mutter bereits Erleuchtung erlangt hat.)ÔÇŽ

Sie ist auch eine der 5 Langlebens-Schwester-Besch├╝tzerinnen – die gl├╝ckverhei├čende Langlebens-Besch├╝tzerin namens Tashi Tsering, die Gef├Ąhrtin von Milarepa, um den Pfad zu vervollst├Ąndigen, da er eine sehr hohe Stufe auf dem tantrischen Pfad erreichte, um die volle Erleuchtung am schnellsten zu erlangen.

Ebenso wie Padmasambhavas Schwester, die Dakini Yeshe Tsogyal.

Und auch Tara, wenn Sie verstehen, was Tara bedeutet.

Sie kam aus Tibet, um Seine Heiligkeit zu besch├╝tzen, ihm Dienst zu erweisen und seine heiligen W├╝nsche zu erf├╝llen. Sie wurde von Milarepa aus Tibet gesandt.┬╗

Hier folgt ein Auszug aus einem Interview, das von Ven. Roger Kunsang gef├╝hrt und im FPMT Mandala Magazine, August 2008, ver├Âffentlicht wurde:

Ven. Roger Kunsang: “K├Ânnen Sie mir sagen, warum Sie Tibet verlassen haben?”

Khandro-la: “Ich hatte weder die Absicht noch das Geld, um zu gehen. Ich folgte einem Zeichen, das ich in einem Traum gesehen hatte: Ein Bus fuhr ab, und ich stieg ein, ohne zu wissen, wohin ich gehen wollte. Von den anderen Fahrg├Ąsten erfuhr ich, dass sie nach Lhasa und dann weiter nach Shigatze fahren w├╝rden. Nach ein paar Tagen Fahrt erfuhr ich, dass sie auch zum Mount Kailash wollten.

Eines Tages, als wir uns in Shigatze aufhielten, umrundete ich das Tashi-Lhunpo-Kloster, als ich einem ├Ąlteren Herrn in indischer Kleidung begegnete.

Dieser v├Âllig Fremde kam auf mich zu und gab mir 2000 Gormo. Er bat mich, mich neben ihn zu setzen und begann mir viele ungew├Âhnliche Geschichten zu erz├Ąhlen. Er erz├Ąhlte mir, dass Indien gleich hinter dem Berg liegt und dass ich Seine Heiligkeit den Dalai Lama und viele andere Lamas treffen sollte.

Er dr├Ąngte mich immer wieder, nach Indien zu gehen – damals kam mir das nicht seltsam vor, aber jetzt, wenn ich daran zur├╝ckdenke, erscheint es mir unglaublich.”

Ven. Roger Kunsang: “War es schwierig, nach Indien zu kommen?”

Khandro-la: “Oh ja, es gab viele Schwierigkeiten. Ich hatte kein bestimmtes Ziel und bin einfach den Pilgern gefolgt. Ich erinnere mich nicht genau, wie lange die Reise dauerte, aber ich machte f├╝nfzehn Koras um den Berg Kailash, und wegen meiner ungew├Âhnlichen Art und Weise zu sprechen, begann sich das Ger├╝cht zu verbreiten, ich sei eine Dakini. So bildeten sich Schlangen von Menschen, die mich sehen wollten und sogar um einen Segen von mir baten. Es war sehr anstrengend f├╝r┬á mich, mit der Menge fertig zu werden, aber ein sehr freundlicher M├Ânch aus einem nahe gelegenen Kloster k├╝mmerte sich um mich und brachte mir Essen und Wasser. Er sorgte sogar daf├╝r, dass die Menschen, die mich f├╝r Segnungen usw. sehen wollten, in geordnetere Bahnen gelenkt wurden.┬á

Viele dieser Menschen ├Ąu├čerten den Wunsch, mit mir nach Indien zu gehen. Eines Abends beschloss ich pl├Âtzlich und ohne gro├če Diskussion, nach Indien zu gehen, und so begleitete ein Herr, der als unser F├╝hrer fungierte, siebzehn von uns auf dem Weg zur Grenze.

Der F├╝hrer war nicht sehr erfahren, und es dauerte siebzehn Tage, bis wir Kathmandu in Nepal erreichten. Normalerweise w├╝rde die Reise nur sieben Tage dauern. Wir befanden uns in einer abgelegenen und einsamen Gegend ohne Weg und ohne jemanden, den wir nach dem Weg fragen konnten; wir wussten nicht einmal, ob wir uns au├čerhalb von Tibet befanden. Wir konnten nur den Zeichen in unseren Tr├Ąumen folgen. Als wir nicht mehr wussten, wohin wir gehen sollten, wurde mir gesagt, ich solle in die Richtung gehen, in der ein Kreis aus Licht erschien. Vielleicht waren das die Segnungen Seiner Heiligkeit oder von Palden Lhamo. Manchmal waren wir einen ganzen Tag lang unterwegs, ohne etwas zu trinken oder zu essen, manchmal mussten wir die ganze Nacht unterwegs sein. Wir waren auf eine so lange Reise nicht vorbereitet.ÔÇť

 Ankunft in Indien

“Als ich in Nepal ankam, wurde ich durch das schlechte Essen schwer krank und konnte die Reise nach Indien mit meinen Begleitern nicht mehr fortsetzen. Ich musste im Aufnahmezentrum in Kathmandu bleiben und erbrach Blut, was das Personal vermuten lie├č, dass ich an einer sehr ansteckenden Krankheit litt. Sie lie├čen mich au├čerhalb des Zentrums, in einem Lager, schlafen. Ich war so schwach, dass ich nicht einmal die Position wechseln konnte. Wenn ich mich bewegen musste, schoben sie mich mit St├Âcken hin und her, weil sie Angst hatten, mich mit ihren H├Ąnden zu ber├╝hren. Mein Zustand verschlechterte sich, und das medizinische Personal war davon ├╝berzeugt, dass ich nicht ├╝berleben w├╝rde, so dass sie mich eines Tages fragten, ob ich meiner Familie eine letzte Nachricht hinterlassen wollte und an welche Adresse ich sie ├╝berbringen sollte.

Also bat ich die M├Ânche eines Klosters, nach meinem Tod Gebete zu sprechen und meinen Leichnam auf einem H├╝gel einzu├Ąschern; sp├Ąter┬á erfuhr ich, dass es sich um den heiligen H├╝gel von Nagarjuna handelte, auf dem Buddha das Sutra Langru Lunten lehrte. Ich bat die M├Ânche, meinen Urin in einer Flasche zu sammeln und ihn der ersten Person zu geben, die sie am Eingang der Bodhanath Stupa trafen. Ich war zu diesem Zeitpunkt in einem halbbewussten Zustand, aber die M├Ânche waren so freundlich, meinen Wunsch zu erf├╝llen.

Die Person, die meinen Urin trug, traf am Eingang der Stupa einen Mann, der sich als tibetischer Arzt herausstellte. Nachdem er meinen Urin analysiert und festgestellt hatte, dass ich mich mit Fleisch vergiftet hatte, verschrieb er mir Medikamente und schickte mir sogar einige Segenspillen. Mein Gesundheitszustand verbesserte sich stark, und ich begann auch, viele gute Tr├Ąume zu haben. Nachdem ich geheilt war, wurde ich zusammen mit einigen neu angekommenen Fl├╝chtlingen in das Aufnahmezentrum in Dharamsala geschickt.

Ich kam nach Dharamsala, kurz nachdem sich einige M├Ânche aus meinem Dorf mit dem Personal des Zentrums gestritten hatten – und da sie einen schlechten Eindruck von allen Menschen aus derselben Gegend hatten, wurde auch ich ein Opfer dieses Denkens.┬á

Seit meiner Kindheit wurde ich gefragt, ob ich lieber zur Schule gehen oder einen Beruf erlernen wolle: Ich antwortete immer aufrichtig, dass ich absolut kein In-teresse daran habe, zur Schule zu gehen oder etwas anderes zu lernen.

Solange ich zu Hause blieb, versp├╝rte ich immer einen gro├čen Wunsch und die Bereitschaft, guten Meditierenden zu helfen, und so sammelte ich Holz und brachte den Meditierenden, die in der N├Ąhe meines Dorfes lebten, Wasser. Ich wusste nicht einmal, dass Tibet von den Chinesen besetzt war und dass die Tibeter aus diesem Grund im Exil lebten. Ich wurde von den Chinesen nicht gefoltert und es fehlte mir weder an Nahrung noch an Kleidung. Mein einziger Wunsch war es, Seine Heiligkeit zu sehen, um ihn zu fragen, ob meine scheinbaren Momente des Wahnsinns gut oder schlecht waren. Das war alles, was ich wollte, dann w├╝rde ich nach Tibet in meine Heimat zur├╝ckkehren.”

 

Hindernisse

“Ich konnte keine Audienz bei Seiner Heiligkeit bekommen, weil man mir vorwarf, an einer ansteckenden Krankheit zu leiden, mit der ich ihn h├Ątte infizieren k├Ânnen. Einige behaupteten, ich sei verr├╝ckt. Andere meinten, ich h├Ątte die Unterkunft verlassen und in eine Anstalt gebracht werden m├╝ssen. Ich wurde auch f├╝r viele Monate von ├Âffentlichen Anh├Ârungen ausgeschlossen.

Stattdessen umrundete ich weiterhin jeden Morgen die Residenz Seiner Heiligkeit. Eines Tages h├Ârte ich, dass Seine Heiligkeit nach Hause kam, und so versteckte ich mich am Stra├čenrand, um ihn zu begr├╝├čen. Sobald sein Auto am Namgyal-Kloster vorbeifuhr, sah ich ein helles Licht aus der Windschutzscheibe seines Wagens kommen, und im Inneren sah ich Seine Heiligkeit mit vielen H├Ąnden um seine Schultern! Es war das erste Mal, dass ich Seine Heiligkeit sah, ich warf mich vor ihm nieder und fiel in Ohnmacht, fast unter seinem Auto.┬á

Ein Herr aus meinem Dorf brachte mich zur├╝ck zum Empfangszentrum, wo erneut ein Regen von Schimpf-worten begann. Ich glaube jedoch, dass der Anblick Seiner Heiligkeit eine solche Ver├Ąnderung in mir bewirkte, dass ich nicht mehr w├╝tend auf das Personal war. Ich dachte: “Oh! Sie m├╝ssen sich um so viele Menschen k├╝mmern, und nat├╝rlich werden sie manchmal w├╝tend”.

Trotz vieler Bitten erlaubten sie mir nicht, eine Audienz bei Seiner Heiligkeit zu bekommen. Erst sp├Ąter hatte ich die Gelegenheit, bei seinen ├Âffentlichen Unterweisungen einen Platz zu finden. Als er in Begleitung von Sicherheitspersonal ankam, war ich vom Besch├╝tzer besessen, so dass die Leibw├Ąchter mich von dem Platz wegf├╝hrten, an dem ich den Unterweisungen beiwohnen sollte, und mir befahlen, am Fu├če der Treppe zu bleiben. Ich war sehr traurig, als ich an das schlechte Karma dachte, das ich in der Vergangenheit verursacht haben musste, um Seine Heiligkeit nicht einmal sehen zu k├Ânnen. Die Unterweisungen begannen mit der Rezitation des Herz-Sutras, ich konnte Seine Heiligkeit rezitieren h├Âren und als er die Verse “…weder Augen noch Nase…” rezitierte, begann ich ein seltsames Gef├╝hl zu sp├╝ren. Als er dann zu rezitieren begann “Form ist Leere, Leerheit ist Form”, f├╝hlte ich, wie Lichtstrahlen auf mich herabregneten, die vom Scheitel meines Kopfes aus eindrangen und meinen ganzen K├Ârper erf├╝llten. Ich sp├╝rte, wie ich in die Luft gehoben wurde, und empfand ein starkes Gef├╝hl von Freude und Gl├╝ckseligkeit.

Mit der Zeit traf ich einige Meditierende und kam in Kontakt mit einigen gro├čen Lamas wie Kirty Tsenshab Rinpoche und Khalkha Jetsun Dampa. Von ihnen erhielt ich Wassersegen und versuchte auf viele Arten, ein Treffen mit Seiner Heiligkeit zu erm├Âglichen, aber ohne Erfolg. So beschloss ich schlie├člich, nach Tibet zur├╝ckzukehren. Ich war be-sonders traurig, weil ich nicht in der Lage gewesen war, irgendeine der Aufgaben zu erf├╝llen, die mir der ├älteste von Shigatze ├╝bertragen hatte. Es gab einige wichtige Dinge, die ich tun sollte, darunter eine Puja f├╝r ein langes Leben f├╝r Seine Heiligkeit und andere geheime Dinge, aber mir lief die Zeit f├╝r all diese Aufgaben davon.

Ich informierte Kirty Tsenshab Rinpoche ├╝ber meine Entscheidung, nach Tibet zur├╝ck zu kehren, aber er bestand darauf, dass ich nicht zur├╝ckgehe. Er sagte mir, dass er in mir etwas Wichtigeres als nur ein Orakel gesehen hatte; er hatte etwas ganz Besonderes in mir gesehen. Er sagte, ich w├╝rde Seiner Heiligkeit eine gro├če Hilfe sein und schlug vor, dass ich in Dharamsala bleiben sollte. “Ich selbst werde eine goldene Br├╝cke zwischen dir und Seiner Heiligkeit schlagen.” Als ich diese Worte von ihm h├Ârte, fragte ich mich, warum ein gro├čer Lama und Gelehrter mir diese Dinge sagte. Kurz darauf wurde ich ├╝ber alle Erwartungen hinaus zu einer Audienz zugelassen, zusammen mit anderen, die gerade angekommen waren.ÔÇť

Das Treffen mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama 

“Es gab viele von uns, die ├Ąngstlich auf ihn warteten. Ich sah Seine Heiligkeit auf uns zukommen, und ich sah, wie er ein so strahlendes Licht ausstrahlte und viele Arme hatte, genau wie beim ersten Mal. Sobald ich aufstand, um Nie-derwerfungen zu machen, geriet ich in Trance und wurde wieder von der Schwerkraft fortgetragen. Vielleicht wurde ich auch mit Tritten oder Schl├Ągen getroffen, denn als ich wieder zu mir kam, fand ich blaue Flecken an meinem K├Ârper.

Aber nachdem Seine Heiligkeit allen anderen eine Audienz gew├Ąhrt hatte, bat er darum, dass das weibliche Orakel zur├╝ckgebracht werden sollte, und so wurde ich zu ihm gef├╝hrt. Sobald ich ihn sah, warf ich mich vor ihm nieder, indem ich seine F├╝├če umklammerte, und wurde wieder ohnm├Ąchtig. Als ich wieder zu mir kam, stellte Seine Heiligkeit mir viele Fragen, aber ich blieb sprachlos – ich war zu gl├╝cklich, um etwas zu sagen. Sp├Ąter erz├Ąhlte ich ihm, was der ├Ąltere Herr, den ich in Shigatze getroffen hatte, mir erz├Ąhlt hatte, und Seine Heiligkeit h├Ârte sich auch alles ├╝ber mich und meine Probleme an. Ich wurde als Orakel des Besch├╝tzers best├Ątigt und Seine Heiligkeit bat mich, nicht nach Tibet zur├╝ckzukehren. Er gab mir mehrere Einweihungen und Anweisungen und ich begann auch, die von ihm vorgeschlagenen Retreats zu machen.┬á

Ven. Roger Kunsang: Wo leben Sie jetzt? Au├čerhalb des Klosters oder irgendwo anders?

Khandro-la: Ich bekam ein Haus in der N├Ąhe des Namgyal-Klosters, dort, wo ich jetzt wohne. Gerade zu dieser Zeit wurde ein Lehrer der Schule der Dialektik von einer Gruppe von Shugden-Praktizierenden ermordet, und es gab Ger├╝chte, dass auch ich ermordet werden k├Ânnte. Die M├Ânche im Namgyal-Kloster waren sehr besorgt um meine Sicherheit.┬á

So sind wir uns sehr nahe gekommen. Ich habe sogar versucht, ihren Schutz abzulehnen. Ich sagte ihnen, wenn es mein Schicksal sei, get├Âtet zu werden, k├Ânne ich nichts tun, um es zu verhindern. Aber wenn es mein Karma sei, nicht zu sterben, dann k├Ânnten mir die Anh├Ąnger Shugdens nichts anhaben. Die M├Ânche wollten jedoch nicht auf mich h├Âren und k├╝mmerten sich weiterhin um mich.

Da ich k├Ârperlich immer sehr schwach war, kontaktierte Seine Heiligkeit Kyabje Trulshik Rinpoche und ich wurde zur Behandlung nach Frankreich geschickt.┬á

Zu dieser Zeit lernte ich Lama Zopa Rinpoche kennen.

Zweifellos habe ich aufgrund meiner schlechten Gesundheit so viele Menschen getroffen!

W├Ąhrend meines Retreats und meiner Praxis traten viele gl├╝cksverhei├čende Zeichen und sogar gute Ergebnisse auf, aber ich sage gerne, dass sie alle nur Halluzinationen sind. Alles Gute, das geschehen ist, verdanke ich nur dem Segen Seiner Heiligkeit. Ich bin nicht mehr als ein unbedeutendes Wesen unter vielen anderen.

Vor ein paar Jahren sagte mir Seine Heiligkeit, dass ich, sollte sich die Gelegenheit ergeben, den Bed├╝rftigen Lehren oder Dienste erteilen sollte. Aber ich wei├č, dass ich nichts zu bieten habe.

Ehrlich gesagt bin ich fest davon ├╝berzeugt, dass die Essenz des Lebens nur darin besteht, Bodhicitta und Leerheit zu verwirklichen. Auch wenn es schwierig ist, ist es mein gr├Â├čter Wunsch, vor meinem Tod einen unzerbrechlichen Glauben an diese beiden [Bodhicitta und Leerheit] zu erlangen. Wenn ich den Menschen nicht helfen kann, diese Dinge in sich selbst zu entwickeln, dann ist unser Treffen reine Zeitverschwendung. Dar├╝ber hinaus bin ich in innerer, ├Ąu├čerer und geheimer Hinsicht der ├ärmste. Die beste Seite von mir ist, dass ich den besten Dharma, die beste Praxis und die besten Meister getroffen habe.”┬á

Ven Roger Kunsang: “Wann hast du zum ersten Mal gesp├╝rt, dass Sie eine Dakini sind?”

Khandro-la: “Ich denke immer, ich bin keine Dakini. Ich wei├č nicht, wer ich bin. Einige Lamas sagen, ich sei Khandro Yeshe Tzogyal, andere sagen, ich sei Vajrayogini, wieder andere sagen, ich sei Tara. Es k├Ânnten ihre reinen Erscheinungen sein. Ich halte mich nicht f├╝r etwas Besonderes. Als ich ein Kind war, sagten einige, ich sei eine Verr├╝ckte. Andere sagten, ich sei eine Dakini. Ich wei├č es nicht. Sicher ist nur, dass ich starke karmische Pr├Ągungen habe, weil ich Seiner Heiligkeit und vielen anderen gro├čen Lamas in Tibet und au├čerhalb Tibets sehr nahe stehe. Einige Lamas aus Tibet, denen ich noch nie begegnet bin, bringen mir ihre Liebe, ihren Respekt, ihre guten W├╝nsche und oft auch Opfergaben und Gebete entgegen. Ein weiterer Grund ist, dass manchmal Worte, die die Vision der Leerheit ausdr├╝cken, spontan aus meinem Mund kommen – etwas, das ich nie zuvor geh├Ârt oder studiert habe – aber ich kann mich danach nicht mehr daran erinnern, was ich gesagt habe.”

Ven Roger Kunsang: “K├Ânnten Sie etwas dar├╝ber sagen, wie Sie dem Dalai Lama helfen k├Ânnen?”

Khandro-la: “Ich habe ein Ziel: Es gibt eine riesige und au├čergew├Âhnliche ├ťberlieferungslinie von Belehrungen, Einweihungen und Unterweisungen des Gro├čen F├╝nften Dalai Lama. Es ist etwa 360 Jahre her, dass er sie zum ersten Mal offenbart hat, und seither war es unm├Âglich, sie wieder vollst├Ąndig zu offenbaren. Ich f├╝hle eine sehr starke karmische Verbindung mit dieser besonderen ├ťberlieferungslinie, und deshalb ist es mein einziger Wunsch, diese vollst├Ąndige ├ťberlieferungslinie f├╝r Seine Heiligkeit wiederherzustellen. Er kann sie an viele andere weitergeben, und ich selbst habe gro├čes Interesse an der Praxis dieser Linie.

Au├čerdem habe ich einen Plan f├╝r ein Retreatzentrum, das speziell dieser Praxis gewidmet ist. Ich m├Âchte, dass sich dort eine kleine Gruppe von ernsthaft Praktizierenden trifft. Es k├Ânnten Gesheeshas sein, die das Studium des Madhyamaka Prajnaparamita abgeschlossen haben und in ihrer Praxis fest entschlossen sind, aber eine f├Ârderliche Umgebung suchen. Wenn ich dies erreichen kann, wird es eine sch├Âne Gabe f├╝r Seine Heiligkeit sein, von der ich ├╝berzeugt bin, dass sie eine entscheidende Ursache f├╝r sein langes Leben sein wird. Dies ist eine sehr wichtige Lehre, die mit dieser Welt als Ganzes verbunden ist, und es besteht kein Zweifel, dass sie auch f├╝r die tibetische Sache wichtig ist. Ich denke, wenn Seine Heiligkeit Lama Zopa Rinpoche und Dagri Rinpoche als seine geliebten Sch├╝ler bezeichnet, dann meint er das wegen ihrer Beziehung zu dieser Linie.”

Ven Roger Kunsang: “Ich danke Ihnen!ÔÇť┬á

Foto: Khandrola mit Lama Zopa Rinpoche und Ehrw. Roger Kunsang (er f├╝hrte das Interview)

 

 

Herzlichen Dank an:

Fotos: 

Piero Sirianni; Olivier Adam; FPMT, Maitripa College; Tibet Post International; Bill Kane;  gingerchih.com/tibetan-oracles;

 

Quelle: https://www.fpmt.it/2021/02/18/la-biografia-di-rangjung-neljorma-khadro-namsel-drolma/

Mehr ├╝ber Khandrola Rinpoche Kunga Bhuma: https://www.facebook.com/KhandroKungaBhuma

Erstellt von gelugwien.at PLC Vienna (08.12.2023) 

Details

Datum:
9. Mai
Zeit:
16:00 - 18:00
Veranstaltungskategorien:
, , ,
Veranstaltung-Tags:
, , , , , , ,

Weitere Angaben

Anmeldung
im Text
Spendenvorschlag
im Text
Spendenvorschlag (Mitglieder)
im Text
FPMT

Panchen Losang Chogyen ist verbunden mit FPMT, einem Netzwerk buddhistischer Zentren, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Tradition des Mahayana weltweit zug├Ąnglich zu machen. An ca.160 Orten in 40 L├Ąndern werden Studienprogramme, Meditationskurse und soziale Dienstleistungen angeboten.
Grundlage des FPMT ist die Lehre des tibetischen Meisters Lama Tsongkhapa

 

Copyright ┬ę Panchen┬áLosang Chogyen Gelug-Zentrum 2024. All Rights Reserved.