ÜBER UNS

Bei uns werden von Anfang an integrierte Studienprogramme groß geschrieben. Sie stellen eine Kombination aus Meditationen, Vorträgen und Diskussionen dar und sind auf die Umsetzung im täglichen Leben ausgerichtet. Bei uns können Sie in der Gelug-Tradition meditieren und Buddhismus studieren.

Start

1982 begegnete die Biologin Andrea Husnik als eine der ersten Österreicher*innen in Kopan (Nepal), dem ersten Kloster und Zentrum von FPMT, Lama Thubten Yeshe und Lama Zopa Rinpoche. Nach einem fast 2-jährigen Studium des tibetischen Buddhismus unter der Leitung der beiden Lehrer kehrte sie nach Österreich mit der Empfehlung “meditate with your friends“ zurück. So begannen die ersten Dienstag-Abend-Meditationen im Raum der Drikung Kagyü Gruppe am Fleischmarkt in Wien.

LehrerInnen wie Sylvia Wetzel, Jon Landaw und Anne McNeil, Kanadierin und eine der ersten westlichen tibetisch buddhistischen Nonnen, kamen für Wochenendseminare nach Wien. Weitere westliche und tibetische LehrerInnen folgten. 1986, bei einer neuerlichen persönlichen Begegnung zwischen Lama Zopa Rinpoche und Andrea Husnik, kamen auf Anregung von Rinpoche LamRim Belehrungen zu den  Dienstag-Abend-Meditationen hinzu.

Panchen Losang Chogyen

2003 bekam die Meditationsgruppe von Lama Zopa Rinpoche den Namen Panchen Losang Chogyen verliehen und wurde offiziell ein FPMT-Zentrum. Noch immer trafen sich die Mitglieder am Dienstag und mieteten für die Wochenendveranstaltungen die unterschiedlichsten Räume an. Zunehmend diente auch die Privatwohnung von Andrea Husnik als „Ausweichquartier“ für das stetig anwachsende Programm von Pujas und Meditationstagen, so dass die Notwendigkeit bestand, eigene Räumlichkeiten anzumieten. Dies geschah nach längerer Suche 2010 mit dem Segen von Dagri Rinpoche.

Mit ca. 30 HelferInnen und ProfessionistInnen wurden die Räume in der Servitengasse 15 renoviert. 2011 konnte Andrea Husnik die organisatorische Leitung an Erich Leopold übergeben, ihm folgte 2014 Stefan Seidler und 2019 Alice Grundböck.

Studienprogramme

Regelmäßige Studienprogramme wie das 2-jährige Einführungsprogramm Buddhismus Entdecken, geleitet von Andrea Husnik, in das man jederzeit einsteigen kann, werden seit Mitte der 90er Jahre angeboten.

Von 2009 – 2020 unterrichtete auch die Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer (derzeit im Retreat), beginnend mit dem drei ein halb Jahre dauernden Studium Madhyamakavatara, gefolgt von den einjährigen Studienprogrammen Bodhicittavivarana, Mahayana-Uttaratantra-Shastra und Shantidevas Bodhicāryāvatāra. Dem folgte  der einjährige Lehrgang Weisheit aus Shantidevas Bodhicāryāvatāra. 2016 startete das ausführliche Grundlagenprogramm “Basic Program”, das zum ersten Mal in Österreich gelehrt wird. Das Programm wird voraussichtlich mit Geshe Jamphel, dem Abt des Klosters Nalanda fortgesetzt.

Lama Zopa Rinpoche 
„Jedes Zentrum, in dem gelehrt wird, wie Mitgefühl stufenweise erzeugt werden kann, trägt täglich zum Weltfrieden bei.

Panchen Losang Chogyen Gelug-Zentrum (PLC-Wien) ist ein tibetisch-buddhistisches Zentrum zur Förderung der buddhistischen Werte von Weisheit und Mitgefühl für alle Lebewesen. Wir stehen in der buddhistischen Tradition des  14. Dalai Lama, wie sie  von Lama Tsong Khapa im 14. Jahrhundert in Tibet gegründet wurde.

Das umfangreiche Programm (Einführung in Meditation und Grundlagenprogramm, Buddhismus studieren und meditieren, Vajrayana Praxis, buddhistische Prinzipien im Alltag) bietet allen neuen InteressentInnen, Nicht-BuddhistInnen sowie BuddhistInnen auf verschiedenen Ebenen der Praxis zeitgemäßen, authentischen Buddhismus. Für die qualifizierte Anleitung sorgen tibetische und erfahrene westliche Lehrerinnen und Lehrer.

Wir sind Mitglied der weltweiten Gesellschaft zur Erhaltung der Mahayana-Tradition (FPMT), gegründet 1975 vom tibetischen Lama Thubten Yeshe (1935-1984) / Osel Rinpoche. Das PLC-Wien  steht unter der Leitung von Lama Thubten Zopa Rinpoche (geboren 1946), der nun auch der spirituelle Leiter von FPMT ist.

Unseren Namen haben wir vom ersten Panchen Lama (Panchen Losang Chogyen).

PLC-Wien ist ein buddhistischer Zentrum in der tibetischen Gelug-Tradition und Mitglied der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft (ÖBR).

Wir fühlen uns verpflichtet, harmonische Umgebungen zu schaffen und allen Wesen zu helfen, ihr volles Potenzial an unermesslicher Weisheit und grenzenlosem Mitgefühl zu entwickeln. Wir laden Euch ein, mit uns zusammen an der Entwicklung von Mitgefühl und Liebe zu arbeiten und eine friedliche  Umwelt zu gestalten.

Das Zentrum ist eine Bildungseinrichtung zur Förderung der buddhistischen Werte von Weisheit und Mitgefühl allen Wesen gegenüber.

„Wenn wir der Welt mit Liebe begegnen, sind wir nicht nur selber glücklich, die Welt wird eine andere sein.“ S.H. Dalai Lama

Panchen Lama:  „Panchen” heißt „Großer Gelehrter”. Dies ist der Ehrentitel, den der Fünfte Dalai Lama im 17. Jhdt. seinem Lehrer und dem Abt des Klosters Tashi Lhünpo, Losang Chokyi Gyaltsen (1567-1662), verlieh. Er verfasste unzählige Texte und Kommentare, die noch heute praktiziert werden.

Besonders bekannt sind, aus einer Fülle von Texten,  der von ihm verfasste Lamrim-Text „Lamrim Delam“ (tib.: lam rim bde lam), die Guru Puja „Lama Chöpa“ (tib.: bla ma mchod pa’i cho ga), der „Kommentar zum Wurzeltext für die kostbare Gelug-Kagyü-Tradition der Mahamudra“ (tib.: dge ldan bka’ brgyud rin po che’i phyag chen rtsa ba rgyal ba’i gzhung lam) und die Medizinbuddha Puja. Alle seiner Werke zeichnen sich durch Tiefgründigkeit, Schönheit und Klarheit aus. Sie werden bis heute sehr regelmäßig in den Klöstern verwendet.

Da der Dalai Lama als Verkörperung von Avalokiteshvara (Chenrezig) angesehen wird, erklärte er seinen Guru Panchen Lama als Wiedergeburt von Amitabha. Seit dieser Zeit ist es in Tibet Brauch, dass der Dalai Lama und der Panchen Lama an der Wiederauffindung des Nachfolgers des jeweils anderen beteiligt sind. Der Dalai Lama ist das umfassende und geistige Oberhaupt Tibets. Wohingegen der Panchen Lama die spirituelle Instanz jenes besonderen Gebietes um Shigatse ist. Er wird auch „Erdini“ genannt – ein mongolisches Wort, das „kostbares Juwel“ bedeutet.  Dieser Titel wurde ihm von Kaiser Kiang-shi aus der Mandschurei verliehen.

Die elfte Inkarnation des Panchen Lamas Gendün Chökyi Nyima  (1989 geboren) und seit seinem sechsten Lebensjahr vermisst, wurde von Amnesty International zum jüngsten politischen Gefangenen erklärt, da er kurz nach seiner offiziellen Anerkennung durch S.H. den Dalai Lama von der chinesischen Regierung „in Sicherheit“ an einen unbekannten Ort gebracht wurde.

Dagri Rinpoches mündliche Erläuterungen zu Losang Chökyi Gyaltsen

“Losang Chökyi Gyaltsen war ein ganz besonderer und erhabener Meister der Gelug-Linie.  Mit 108 Jahren wurde er außergewöhnlich alt.

Panchen Losang Chökyi Gyaltsen hatte besondere Schüler, zu denen der 5. Dalai Lama und viele große Meister aus allen drei tibetischen Landesteilen zählten. Er war Meister des gesamten Sutra und Tantra und hat die vollständige Lehre umfassend gelehrt, erhalten und weithin verbreitet. Schon als kleiner Junge zeichnete er sich nicht nur durch Weisheit, edles Verhalten und besondere heilende Kräfte aus, sondern konnte auch viele Texte nach einmaligem Rezitieren, wie den Lam Rim Chenmo, auswendig.

Sein Meister Gyalwa Ensapa, empfahl ihm zunächst viele Verdienste anzuhäufen und Negatives zu bereinigen und er prophezeite ihm auch, dass er in diesem Leben die vollständige Erleuchtung erlangen werde.”

Der Vorstand ist das Leitungsorgan im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und besteht derzeit aus sechs Personen:

Mag. Alice Grundböck, Center Director, alice.grundboeck@gelugwien.at

Mag. Margarete Sinabell, Spirituelle Programmkoordinatorin und Schriftführerin, margarete.sinabell@gelugwien.at

Mag. Andrea Husnik, Lehrerin im Zentrum und Kassierin, andrea.husnik@gelugwien.at

Dr. Ingrid Kraus, Koordinatorin der Tara-Meditationen und Pujas, ingrid.kraus@gmx.at

Brigitte Drobny, Tierbefreiung und Veranstaltungsorganisation, brigitte.drobny@gelugwien.at

Ursula Farklas, Buchhaltung, ursula.farklas@gelugwien.at

Gallerie

FPMT

Panchen Losang Chogyen ist verbunden mit FPMT, einem Netzwerk buddhistischer Zentren, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Tradition des Mahayana weltweit zugänglich zu machen. An ca.160 Orten in 40 Ländern werden Studienprogramme, Meditationskurse und soziale Dienstleistungen angeboten.
Grundlage des FPMT ist die Lehre des tibetischen Meisters Lama Tsongkhapa

 

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